Tansania & Sansibar  „Tierwunder der Serengeti“ 01. bis 14.03.2012

Reisebericht von Thomas Moch  Gruppenreiseleiter auf der DERTOUR-Safari

Ein neues Reiseziel in unserer langjährigen Soft Adventure Tradition von Afrikareisen - zwanzig Safarifans aus dem Dresdner Land freuten sich auf die Entdeckung Tansanias.

Tansania und Sansibar, das klang sehr abenteuerlich und romantisch, ist es doch bei uns seit der Zeit als deutsches Protektorat „Deutsch-Ostafrika“ bekannt durch Bücher und Berichte der ersten Kolonisten und Missionare. In den letzten Jahrzehnten machten vor allem die Filme und Arbeiten von dem Zoologen Prof. Gzimek und dem Schauspieler Hardy Krüger auf die erstaunliche Tierwelt dieses zentralafrikanischen Landes aufmerksam. Der Film „Die Serengeti darf nicht sterben“ machte schon Dank Gzimeks Engagement in der Region sehr zeitig auf die Einmaligkeit dieses ökologischen Systems aufmerksam und so wurde mit internationaler Unterstützung der Lebensraum für diese gigantische Tierwelt durch die Gründung mehrerer Nationalparks in Tansania gerettet und für die Welt bewahrt.
Wir hatten das Glück in diese urafrikanische Welt einzutauchen und von der Wiege der Menschheit aus, Ausgrabungen in Tansania scheinen das zu belegen, diese Schöpfung und den Kreislauf des Lebens dort zu erleben.
Von Dresden über Frankfurt flogen wir mit dem neuen Mitglied in der Star Allianz, Ethiopian Airlines, via Addis Abeba sehr bequem und mit gutem Service zum Kilimanjaro Airport. Kurz hinter dem Äquator empfing uns der höchste Berg Afrikas (5896 m) allerdings in Wolken und Dunst gehüllt. Mit „Jambo“ empfing uns Esau Melisa, unser örtlicher Führer, im Herzen Afrikas! Freundliche Menschen begegneten uns auf der Fahrt zu unserer ersten Lodge. Von der gut ausgebauten Asphaltstraße nach Arusha ging es aber dann ab auf eine uns auf die Jeeptour einstimmende Nebenstraße zur Ilboru Safari Lodge. In viel grün gebettet, umgeben von Bananen- und Kaffeeplantagen lagen die Bungalows, welche alle mit Moskitonetzen und mit guter Ausstattung bestückt waren. Ein Pool und die Bar luden zum Erfrischen ein.
Das Essen und die Getränke waren auf unseren vergangenen Safaris immer sehr lecker gewesen und wir waren erfreut, dass sich das auch in Tansania fortsetzen sollte.

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Am 3. Tag gingen wir in 4 Allrad-Jeeps auf die erste Safaritour durch den Arusha Nationalpark. Unsere örtlichen Fahrer waren Emanuel, Dennis, Edward und Leisa. Am Fuße des 4.566 m hohen Mt. Meru gelegen bietet dieser Park schon viel von der afrikanischen Wildnis. Wir hatten mit verschiedenen Affenarten, Giraffen, Gazellen, Zebras, Schlangen und bunten Vögeln unser Vergnügen. Ein Stopp am Momella See, bei welchem Hardy Krüger seine Lodge gründete, ließ in uns Aussteigergedanken hochkommen. Am Nachmittag besuchten wir noch ein Projekt des Lions Clubs von Arusha und informierten uns über deren soziales Engagement.

Der folgende Tag führte unsere Tour zum Lake Manyara, welcher in der Ferne rosarot von tausenden Flamingos schimmerte. Am Ufer sahen wir Elefanten, Giraffen, Zebras und Büffel grasen. Die Jagd mit dem Fotoaperrat ging weiter… Die Pavianfamilien hielten sich auffällig intelligent in der Nähe der Jeepwege auf, scheinbar verloren ab und zu Touristen verbotenerweise Äpfel und Bananen. 200,- EURO Strafe, nicht für den Affen, sondern den Besucher, werden fällig, wenn man dabei von Rangern erwischt wird. Karatu war die nächst größere und lebendige Stadt, in welcher auch die neu gebaute Country Lodge für uns 2 Nächte Quartier bot.  Ein schöner Swimmingpool und unerwartet guter Service vom Hotelpersonal machten den Aufenthalt für uns sehr angenehm. Das tansanische Bier z.B. Kilimanjaro, Serengeti oder Safari (ca. 2,-€ der halbe Liter in den Lodges) schmeckt übrigens sehr gut und so braucht man seinen Flüssigkeitshaushalt bei den Temperaturen um die 30°C nicht nur mit Mineralwasser  aufzufüllen.

Der 5. Reisetag brachte uns zu dem Stamm der Iraqw, ein ursprünglich aus Äthiopien stammendes Hirtenvolk. Wir wurden in dem Dorf nett begrüßt und in die Traditionen und Lebensweise eingeweiht. Auch das Bierbrauen gehörte dazu, wobei wir Radeberger mit Sachkenntnis und Erfahrung aufwarten konnten. Geschmacklich würden wir uns aber doch lieber für unser heimisches Bier entscheiden, wenn man die Wahl hat… Die hatten wir aber nicht und so wurde halt das Irawq-Bier probiert. Eine improvisierte Hochzeitsfeier ließ einige von uns wie Tarzan und Jane erscheinen und durch den wie Kaugummi an unseren Schuhen haftende Schlamm wurden die Tänzer auch um Zentimeter größer. Mit diesen schlammverkrusteten Schuhen später die nahe Schule zu besuchen und den Klassenraum zu besichtigen, war uns ziemlich peinlich. Da wir aber reichlich Geschenke und Schulbedarf mit im Handgepäck hatten, die Füße der Schüler auch nicht sauberer waren und die Farbe des Drecks genau zur Landschaft passte, war das dann mit unseren Schuhen schon irgendwie landestypisch. Zu Ehren der deutschen Gäste wurde eine Artistikshow improvisiert, die es mit dem chinesischen Staatszirkus hätte aufnehmen können. Inspiriert von den Kunststücken der jungen Leute probierten wir es mit „Kunstsprüngen“ ins Wasserbecken der Lodge bei einer Poolparty am Nachmittag. Das Personal war dabei unser fröhliches Publikum. 

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Am Tag 6 unserer Reise fuhren unsere 4 Geländewagen über den Ngorongoro Kraterrand und durch Masai-Weideland in die Serengeti, den tierreichsten Nationalpark Afrikas, ein. Die Masai, ein hochgewachsenes Hirtenvolk lebt mit eigenen Rindern und Ziegen inmitten der Wildnis Afrikas. Da sie sich als Teil dieses natürlichen Lebensraumes inmitten der wilden Tiere fühlen und diesen achten, dürfen sie auch in begrenzter Anzahl als einziger Stamm im Ngorongoro Nationalparkgelände, jedoch nicht in der Serengeti, leben. Für 10,-U$ pro Person durften wir in ein Masaidorf fahren und uns umschauen und fotografieren. Eine sehr interessante Erfahrung.
Später begrüßte uns die Serengeti mit Gnuherden unvorstellbarer Größe! Wie ein riesiger natürlicher  Rasenmäher verläuft, von den Regenzeiten angetrieben, die Migration dieser ungewöhnlichen Tiere. Nicht nur die Zebras folgen diesen Herden, auch eine große Anzahl an Raubkatzen, was dieses Spektakel für uns natürlich sehr interessant und einmalig macht. Die Anzahl von Antilopen, Elefanten, Hyänen, Büffel, Giraffen, Flusspferden … findet man nirgendwo sonst so dicht beieinander. Ein Glück, dass unsere Fahrer geübte Augen hatten, so dass wir unter vielen Tieren sogar Leoparden und Löwen zu sehen bekamen. Zur Umgebung passend, hier am Nationalpark, die Mapito-Zelt-Lodge, welche wieder für 2 Nächte unsere romantische Unterkunft stellte. Lagerfeuer und Sternehimmel, bewacht von Asari-Kriegern mit Bogen und Speer, rundeten das Afrikafeeling für uns ab. Zwei Tage Pirschfahrten, da ist man froh über genügend Speicher auf digitalen Kameras.

Der 8. Tag führte uns zurück zum Ngorongoro Krater. Dieses mal war der Blick vom Kraterrand in den 20 km Durchmesser umfassenden, größten geschlossenen Krater der Erde für uns möglich. Von ca. 2000 Höhenmetern fährt man auf ca. 1300 m hinunter. Diese Kraterlandschaft ist fast wie ein geschlossenes System und Habitat für unzählige afrikanische Tiere, im Besonderen aber auch für die Big Five wie Löwe, Leopard, Nashorn, Büffel und Elefant. Unglaublich, dass man diese Tiere alle an einem Tag zu sehen bekommen kann! Wir konnten hier schöne Fotos von vielen Tieren machen, Löwen- und Geparden- Fotos machten uns an dem Tag aber besonders glücklich. Die Rhino Lodge, oben auf dem Kraterrand gelegen, war hier unser Quartier. Durch die Höhe ist dieser Bereich Malariafrei, aber mit gutem Mückenschutz kann man das Risiko auch während der Reise in den anderen Gebieten sehr stark minimieren und das Landschafts- und Tiererlebnis relativiert die Bedenken sowieso.

Am 9. Tag fuhren wir wieder zurück nach Arusha. Auf dem Weg besuchten wir einen landestypischen Markt und handelten um unsere Mitbringsel. Entspannt konnten wir dann im Shanga River House zu Mittag essen und im Anschluss eine Kaffeeplantage besuchen. 

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Tag 10
brachte uns vom Kilimanjaro Airport, der da seinem Namen wenigstens schemenhaft gerecht wurde, auf die sagenumwobene Insel Sansibar. Sansibar hatte seine Blütezeit unter der Omanischen Herrschaft im 18. und 19. Jahrhundert, wo Elfenbein-, Gewürze- und Sklavenhandel florierten. Auch die deutschen und die englischen Kolonialherren hinterließen ihre Spuren auf der Insel im Indischen Ozean, welche als Tor zum Schwarzen Kontinent diente. In den Sechzigern und Siebzigern des 20. Jahrhunderts machte sich dann aber die sozialistische Revolution wirtschaftlich bemerkbar. Die arabisch-, indisch- und westeuropäisch stammende Bevölkerung wurde enteignet und vertrieben, was die Plantagen und Fabrikationen der Insel ruinierte. Der nun überwiegend schwarzen Bevölkerung gelang es trotz Vereinigung und Staatsgründung mit dem Festland-Tansania und sozialistischer Bruderhilfe auch aus der DDR nicht, eine positive Entwicklung für sich einzuschlagen. So wirkt die Insel mit ihrer Hauptstadt Stonetown auf den ersten Blick nicht gerade einladend und nicht unseren romantischen Vorstellungen entsprechend. Die Bevölkerung ist durch den Omanisch-Arabischen Einfluss stark islamisch geprägt. Durch die Stagnation und Korruption der vergangenen Jahrzehnte wirken die Menschen hier etwas apathisch und desillusioniert im Gegensatz zu der in Stämmen organisierten Bevölkerung des tansanischen Festlandes. Die Inselrundfahrt, der Stadtrundgang, Unterhaltungen mit den Leuten und der Besuch des örtlichen Marktes brachte mich zu der eben genannten Einschätzung der Insel.
Das war aber nur der erste Eindruck...Wir verbrachten eine Nacht im Dhow Palace Hotel in Stonetown, was im arabischen Stil und mit wunderbarer Einrichtung an sich schon ein Erlebnis war. Danach ging es zum Strandhotel : Blaues, klares Wasser, weisse Strände, Korallenbänke und Palmenhaine versöhnen den Touristen schnell mit der Insel. Das Ocean Paradise Resort, ein 4 bis 5 Sterne Resort-Hotel, besticht durch sein Ambiente und guten Service. Sogar W-Lan war hier für die Internetsüchtigen unter uns vorhanden.

Am vorletzten Reisetag gingen wir dann als Gruppe auf ein typisches Fischerboot und machten einen wunder-schönen Schnorchelausflug zu einer vorgelagerten Koralleninsel. Viele bunte Fische und Korallen rundeten unser Afrikaerlebnis vollends ab.

Am 14. Reisetag ging es dann früh raus zu unserem Heimflug wieder über Addis Abeba nach Frankfurt und dann mit Flug oder ICE Heim nach Dresden und in die Umgebung. Es war eine gelungene Reise an die alle Teilnehmer sicher gern zurück denken werden.


Gute Vorbereitung auf so eine Reise ist sehr wichtig! Dazu gehört neben dem normalen Impfschutz vor allem eine Gelbfieberimpfung, welche bei Einreise Pflicht ist und am Flughafen bei Ankunft mit Impfpass kontrolliert wird. Wir informierten langfristig vor der Reise und dann noch einmal zu unserem Reisebüro-Moch-Infoabend alle unsere Teilnehmer der diesjährigen zwei Tansania-Reisen darüber. Ebenfalls wie das Gepäck beschaffen sein sollte und was die besten Gesundheitsschutzmaßnahmen sind, so dass bei dieser ersten Tour auch niemand krank wurde. Vom 31.05. bis 13.06.2012 habe ich das Glück, noch eine zweite Gruppe leiten zu dürfen und freue mich aufgrund der positiven Erfahrungen sehr darauf. Weitere Termine zu dieser Tour auf Anfrage.

Links zur Tansaniareise:
http://www.africa-discovery.de/Angebote/Reisen/TansaniaSerengeti
Fotos zur Reise:
http://www.moch-reisen.de/bildergalerie_neu
andere Reiseberichte:
http://www.moch-reisen.de/reiseberichte

     
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