Eine Rundreise zu den Schönheiten Marokkos


Statt im Winter nach Südtirol zu reisen, entschloss ich mich zu einer Rundreise Anfang März mit Badeverlängerung nach Marokko aus dem Gruppenreisenprogramm vom TRAVELStar Reisebüro Moch.
Die Sahara zu erleben war einer der noch offenen Träume.

Die Reisezeit kam heran und die Menschen in den nordafrikanischen Städten waren auf die Straße gegangen. Was wird uns in Marokko erwarten? Werden wir eine Reise nach Plan erleben dürfen? Das waren bange Gedanken von einigen Reiseteilnehmern und auch von mir.
Diese Sorgen waren unnötig! Es scheint so, als wiederhole sich die Geschichte:
Als einziges nordafrikanisches Land blieb Marokko Dank der klugen Politik eines mutigen Königs im 16. Jahrhundert frei von osmanischer Herrschaft und auf unserer Reise konnten wir den Eindruck gewinnen, dass auch der heutige König durch seine Politik Anerkennung und Zufriedenheit dem Land erhält.

Unser Reisebegleiter vermittelte uns ein Gefühl von unendlichem Stolz auf seine Heimat. Schließlich ist Marokko seit dem 9. Jh. n. Chr. Königreich und damit älteste Monarchie auf dem afrikanischen Kontinent. Die Thronbesteigung des jeweiligen Herrschers wird jährlich von allen Marokkanern gefeiert. Das sind >33 Mio Einwohner und die Bevölkerung setzt sich aus 60 % Berbern, + Mauren + Arabern zusammen. Marokko ist ein islamisches Land, in dem auch Christen und Juden seit Jahrhunderten geachtet leben.
Seit 1961 hat das Land eine Verfassung, aller 6 Jahre wird gewählt und z.Zt. sind 25 Parteien zugelassen.

Unser Reisebegleiter wurde als 6. Kind einer Berberfamilie im Süden des Landes geboren. Vor 1970 waren noch ca. 80% der Bevölkerung Analphabeten. Heute schätzt man diese Zahl auf ca.38 %, wobei diese Menschen hauptsächlich auf dem Land leben. 1999 wurde eine Schulpflicht eingeführt, heute herrscht Schulzwang für alle Kinder ab 6 Jahre.

Erfragt haben wir noch folgendes: „Mündig“ ist man in Marokko ab 18 und es darf auch erst mit 18 geheiratet werden. Auch in Marokko leben in den Städten manche Menschen unverheiratet zusammen. Doch ein Kind können nur Eheleute registrieren lassen. Zur Heirat gehört ein Ehevertrag, der die persönlichen Daten und den ausgehandelten Wert der Morgengabe schriftlich festhält. Sollte es zu einer Scheidung kommen – was bisher selten vorkommt- dann ist diese Morgengabe an die Frau zurück zu geben.
Nun genug von dem Gehörten – ach, etwas ist mir noch wichtig: die Rechte der Frauen in Marokko: Alle Voraussetzungen für Gleichberechtigung sind gegeben, grundsätzlich wird gleicher Lohn für gleiche Arbeit gezahlt. Als Oberbürgermeister von Marrakesch, einer Stadt mit > 800 000 Einwohnern wurde eine Frau gewählt. Doch, in den ländlichen Lebensräumen und Marokko ist ein Agrarland, bestimmen noch immer alte Sitten und Bräuche das Leben. Es wird noch viele Jahre und Jahrzehnte dauern, bis die Tabus überwunden sind.

Was haben wir nun selbst auf unserer Reise durch das nordwestlichste Land Afrikas gesehen?
2423 km asphaltierte Straßen über den hohen und den mittleren Atlas. Mittelalterliche orientalische Städte und ländliche Siedlungen. Jedes Stückchen fruchtbares Land wird genutzt und wenn nicht mehr wächst – die Ziegen, Schafe und Dromedare finden immer noch was! Marokko ist ein Agrarland und kann sich selbst ernähren – wenn es ausreichend regnet. Das Land verfügt über viele Bodenschätze, hat aber kein Erdöl.

Unser abenteuerlichster Höhepunkt der Reise war die Sahara! Unterwegs waren wir ja schon weit an Stein- und Kieswüste vorbei gefahren. In Erfoud verteilte sich die Gruppe auf 6 Jeeps und die Fahrt ging weit hinein in die Wüste bis zum Sandmeer des Erg Chebbi. Vor über 100m hohen Sanddünen begossen wir den Sonnenuntergang mit mitgebrachtem Prosecco.
Natürlich widerstanden einige nicht dem Angebot, auf einem Dromedar zu reiten. Dafür war ausreichend Zeit eingeplant. Nach Sonnenuntergang wurde es dann auch bald stockdunkel und es begann die Rückfahrt durch die weglose Wüste. Als wir schon glaubten, die Jeep-Karawane habe sich verirrt, fuhren alle aufeinander zu und hielten an, damit wir Europäer auch mal einen klaren afrikanischen Sternhimmel sehen konnten. Danach ging die Fahrt zum Hotel und nach kurzem Einchecken konnten sich alle bei bekömmlichem marokkanischem Abendessen entspannen. Für mich bleibt es ein Rätsel, wie es den Bewohnern gelingt, in der Wüste nicht verloren zu gehen!

Am letzten Rundreisetag führte die Strecke an 3 Kashbas ( marokkanische Wohnsitze) vorbei.
Wir hatten unseren Reisebegleiter gebeten, uns eine Schule zu zeigen. Abdul fragte den Lehrer der kleinen Landschule, unserem Besuch wurde zugestimmt und wir erlebten eine 1. und eine 2. Klasse. Mit hörbarer und sichtbarer Begeisterung sangen uns  die Kinder der 2. Klasse ihre lange Nationalhymne und unsere Gruppe bedankte sich dafür mit „kommt ein Vogel geflogen“ und vielen kleinen Dingen, die wir für diesen Besuch mitgebracht hatten.
Danach waren wir bald wieder auf dem Weg über den Hohen Atlas. Die Landschaft wurde wieder grüner und der letzte Abend der Rundreise endete wieder in Marrakesch im Imperial Plaza Spa Hotel. Alle 5 Hotels, in denen wir übernachtet hatten waren optisch gut ausgewählt, der Service war gut und die Verpflegung abwechslungsreich und bekömmlich.

Am nächsten Tag war die Rundreise zu Ende und nur ein Teil der Gruppe blieb noch für 1 Woche in Agadir zum Baden im Atlantik.
So wie die gesamte Reise, so war auch der letzte Tag noch für alle interessant. Unterwegs auf der Autobahnstrecke fragten wir unseren Reisebegleiter noch vieles zum Leben im Land – was in diesem Bericht schon am Anfang mit eingeflossen ist. Für alle gab es noch eine Stadtrundfahrt mit div. Anmerkungen über und durch Agadir, dann wurden die „Badesüchtigen“ zum Hotel gebracht und alle Reisenden hatten noch etwas Zeit, um wenigstens den Strand und den Atlantik gesehen zu haben. Die beiden Reiseleiter- Thomas Moch und Abdul – haben die Zurückbleibenden nicht nur am Hotel abgeladen, sondern die Fahrt zum Flughafen für alle Anderen begann erst, als Herr Moch überzeugt war, dass alles o.k. ist – zwar versteht man ein wenig deutsch, doch nur sehr wenig. Die vorherrschende Sprache im Hotel ist französisch oder arabisch.

Die gesamte Reise war gründlich vorbereitet, über alle Sehenswürdigkeiten, die zum Programm gehörten hatten die Reisenden schon Wochen vorher Literatur bekommen – darum ist das, was im Allgemeinen sonst in Literatur oder Presse zu lesen ist, auch hier im Bericht kaum enthalten.  Im speziellen Reiseinformationsabend wurden wir noch auf kleine Klippen hingewiesen und alle konnten von den Erfahrungen von Thomas Moch profitieren:
Richtige Ernährung unterwegs, die richtige Medizin – und Keiner wurde krank!
Alle Hotels waren sehr gut ausgewählt und auch die Badeverlängerung in Agadir war trotz des unerwartet regnerischen Wetters gut. Das Hotel „IBREOSTAR  Founty Beach hat 5 Sterne, ist riesig ( ca. 1500 Betten) und die alles inklusive Variante ist eine recht bequeme Angelegenheit.
Die Urlauber dort waren Senioren, Senioren mit Enkelkindern und junge Familien mit Kleinkindern. Die Anlagen sind weitläufig und zum Hotel gehören Animateure, die sich fast den ganzen Tag vor allem um die Kinder der Gäste mühen. Die Verpflegung ist eine gelungene Mischung marokkanischer und europäischer Kost und gut bekömmlich.

Trotzdem sind wir alle wieder gern nach Berlin zurück geflogen und haben uns natürlich sehr über die beiden Moch –Kleinbusse, das Begrüßungsgetränk und die nächtliche Fahrt nach Hause gefreut.

Ingrid Höhnel, Radeberg         

 
     
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