Reisebericht Gruppenreise „Indien, Oman entdecken“ 16.03.- 28.03.2011
von Andrea Hofmann

Am 16.03.11 startete ich gemeinsam mit 20 reiselustigen Leuten aus dem Radeberger und Dresdner Umland eine Reise nach Indien und in das Sultanat Oman.
Frühmorgens ging es mit dem Zug direkt von Dresden bis zum Frankfurter Flughafen. Bis zuletzt hatten wir gehofft, dass uns die Lokführer an diesem Tag nicht wegen der angekündigten Streiks im Stich ließen, und wir hatten Glück, denn es ging pünktlich los.


Nach Check In, einem letzten Essen „europäischer Art“ und einem kleinen Rundgang auf dem Flughafen, starteten wir mit Oman Air, der Fluggesell-schaft des Sultans vom Oman, über Muscat, der Hauptstadt des Oman, nach Delhi. Dort am frühen Morgen des 17.03.11 angekommen, erwartete uns der indische Reiseleiter und wir fuhren in unser Hotel. Ein Frühstück und eine Dusche sollten uns alle wieder auf die Beine bringen, denn Schlafen war durch den Umstieg in Muscat, mitten in der Nacht, fast unmöglich.

 
 Flieger

Von 10.30Uhr bis 16.30Uhr bekamen wir auf einer Stadtrundfahrt durch Alt- und Neu- Delhi schon einmal einen ersten Eindruck von dem, was uns auf den weiteren Reiseetappen durch Indien erwarten würde. Wir waren einerseits beeindruckt von prächtigen Tempelanlagen und Parks, andererseits von den vielen, vielen Menschen, Autos, dem Lärm auf den Straßen und nicht zu vergessen dem Schmutz, Müllberge überall. Wir hatten  darüber ja schon viel gehört, aber der Anblick war trotzdem erst einmal gewöhnungsbedürftig.
Nach der ersten Nacht in Indien waren alle wieder fit und so starteten wir am 18.03.11 mit dem Bus auf eine ca. 200km lange Tour frühmorgens Richtung Agra. Dort angekommen, haben wir das imposante „Rote Fort“, zum Unesco- Weltkulturerbe gehörend, besichtigt. Das Fort besticht durch die prunkvolle Architektur, wobei einzelne Gebäude zum Teil aus Marmor mit eingelegten Halbedelsteinen gefertigt wurden. Bei einem Blick über die Festungsmauer konnten wir schon einmal einen ersten Eindruck vom weltberühmten Taj Mahal „erhaschen“, welches am nächsten Tag auf unserem Besichtigungsprogramm stand. Am Abend nutzten einige Leute das Angebot, sich ein Theaterstück über das Taj Mahal anzuschauen.
Damit wir auch einmal einen Einblick darüber erhalten, was man aus weißem  Marmor noch alles produzieren kann, zeigte man uns in einer Schauwerkstatt die aufwendige Herstellung von Marmor-tischen mit Einlegearbeiten aus Halbedelsteinen.

 Taj Mahal1

Am 19.03.11 dann der Höhepunkt jeder Indienreise der Besuch des Taj Mahals. Frühzeitig ging es  schon los, denn wir wollten schon vor dem größten Besucheransturm dort sein, denn täglich soll es dort 11000 Besucher geben. Dieses berühmte Grabmal ließ Großmogul Schah Jehan vor 350 Jahren als Grabmal für seine bei der Geburt des 14. Kindes verstorbene Ehefrau errichten. Der Palast, komplett aus weißem Marmor, ist eine gut besuchte Pilgerstädte vor allem auch für die indische Bevölkerung, die man dort in ihren zum Teil prunkvollen Gewändern trifft.  

Heute gab es nur noch eine Besichtigung, die verlassene Kaiserstadt Fatehpur Sikri. Da sich das Gebiet über eine große Fläche erstreckt, beließen wir es bei der Besichtigung der intaktesten Gebäude.

20.03.11 Heute hatten wir das Glück, ein besonderes Fest miterleben zu dürfen, das „Holi- Fest“. Es ist ein Frühlingsfest, bei dem Menschen aller Kasten, ob groß oder klein ausgelassen feiern. Man bemalt sich mit verschieden farbigem Farbpuder, trinkt viel Alkohol und feiert. Auch wir haben gemeinsam mit Busfahrer, Beifahrer und Reiseleiter gefeiert..es blieb uns auch nichts anderes übrig, denn die Straßen waren zum Teil gesperrt oder von feiernden Menschen blockiert. Es hat riesig Spaß gemacht, alle aus aus der Reisegruppe "bemalten" sich gegenseitig Farbpulver und ein Glässchen einheimischen Zuckerrohrschnaps gab es auch. Im Rhythmus einer Trommel wurde getanzt. Am Nachmittag starteten wir dann mit dem Bus, denn wir hatten noch ca. 185km bis Jaipur vor uns, wo wir die kommenden 2 Nächte im Hotel untergebracht waren.

21.03.11 Bevor es  zum Fort Amber ging, machten wir einen kurzen Fotostopp am „Palast der Winde“ mit seinen 953 Fenstern und Nischen Ich hatte nicht vermutet, dass dieser sich mitten in einer Stadt befindet, denn von Postkarten kannte ich es ganz anders.
Dann ging es weiter bis zum Fuße des Fort Amber. Wir fuhren mit Jeeps zum Eingang des Forts, das auf einem Felsen errichtet wurde. Wären wir bereits morgens um 6 da gewesen, hätten wir den Aufstieg sicher mit einem der unzähligen Elefanten gemacht, aber die Schlange der Wartenden war unendlich. Vom ehemaligen Herrschersitz der Maharadschas aus hatten wir einen gigantischen Ausblick auf die Umgebung. Nach Besichtigung des Forts ging es mit dem Bus zum Stadtpalast, der noch heute teilweise von der königlichen Familie bewohnt wird. Ein weiteres Highlight war der Besuch des Observatoriums, in dem uns ein erfahrener Astrologe u. a. verschiedene Sonnenuhren erklärte. Zum Abschluss des Tages machten wir noch eine Fahrradrikschafahrt mitten durch das Verkehrschaos.

22.03.11 An diesem Tag lag wieder eine lange Busfahrt von 280km von Jaipur nach Delhi vor uns. Zum Abschied in Jaipur besuchten wir noch eine sehr schöne, erst 20 Jahre alte Hindutempelanlage aus weißem Marmor.

23.03.11 Letzte Eindrücke und Abschied von Indien, Flug von Delhi nach Muscat, das wir am Abend erreichten. Im Oman angekommen, erlebten wir auf dem Weg zum Hotel einen traumhaften Sonnenuntergang. Dafür legte unser Bus sogar einen Extrastopp ein.

25.03.11 Dieser Tag stand zur freien Verfügung. Mit dem Hotelshuttle fuhren wir zum 35km entfernten Al Sawadi Beachclub und genossen die Sonne und das Baden im 25 Grad warmen omanischen Golf.

24.03.11 Frühmorgens starteten wir zu unserer Stadtrundfahrt durch Muscat, der Hauptstadt des Omans. Highlight war der Besuch der größten Moschee, genannt nach dem Sultan Quaboos, dem dort herrschenden Sultan. Wie vorgeschrieben, mussten wir Frauen unsere Haare hinter einem Kopftuch ver-bergen und unsere Arme mit einer langärmligen Bluse bedecken. Bei einem  Bummel über den Souk wurde so manches orienta-lische Souvenir, z.B. Weihrauch, gekauft. Mit dem Besuch des privaten Bait al- Zubair Museums, in dem man viele antike Original- Stücke bewundern konnte, endete die Stadtrundfahrt. Anschließend ging es zum Yachthafen. Von dort stachen wir mit einer alten Dhau in See, um den Sonnenuntergang zu genießen, traumhaft!  Dschunke

26.03.11 Gleich nach dem Frühstück starteten wir mit dem Bus zum Fisch- und Gemüsemarkt nach Barka. Es war interessant zuzuschauen, wie die Fischer ihre Ware versteigerten. Dann ging die Busfahrt weiter durch die Batinah- Ebene, die für die 3- Ebenen- Landwirtschaft bekannt ist. Einen Fotostopp machten wir vor einer interessanten Bergkulisse des Jebel Nakhl Massives.  Wir hielten unsere Füße in den warmen Quellfluß und viele kleine Knabberfische knabberten daran. Weitere Fotostopps folgten am Fort Al Hazm, der Festungen Rustaq und Nakhl. Ein Picknick bei den heißen Quellen von Al- Thowarah rundete den Ausflug ab bevor es zurück ging.
Am Hotel erwartete uns eine unangenehme Überraschung. Schon am Morgen sahen wir das Hotelpersonal aufgeregt außerhalb der Anlage mit Plakaten in arabischer Sprache, ein Streik sagte man uns. Die Angestellten kämpfen für höhere Löhne, ähnlich wie zur Zeit auch in anderen arabischen Ländern. Nun ließ man uns aber nicht mehr ins Hotel hinein. Mit den Streikenden war auch nicht zu reden, wir mussten draußen bleiben. Guter Rat war teuer, aber unsere Reiseleiterin Elisabeth sorgte schnell dafür, dass wir mit Sack und Pack in ein anderes Hotel umziehen konnten. Im Intercontinental Muscat verbrachten wir dann die letzten 2 Nächte unseres Aufenthaltes im Oman.
Auf der Rückreise besuchten wir noch die Palastfestung Jabrin, ursprünglich ein Wohnschloß, das inmitten von Palmenhainen liegt. Am Oasendorf Bahla mit seiner Lehmziegelfestung, gab es nur einen kurzen Fotostopp.

 Tempel 27.03.11 An unserem letzten Tag fuhren wir mit dem Bus nach Nizwa, der alten Hauptstadt des 6. und 7. Jahrhunderts. Schon die Busfahrt dorthin war ein Erlebnis. Wir fuhren vorbei an gigantischen Felslandschaften, Oasen mit unzähligen Palmen und hübschen Dörfern.
Vom Fort mit seinem Festungsturm hatte man einen tollen Ausblick auf die Landschaft und die Umgebung der Festung. Zu Fuß ging es dann zum Souk. Gewürze, Datteln und Weihrauch wurden eingekauft.

28.03.11 Mit dem Rückflug nach Deutschland und der Zugfahrt, leider nur bis nach Leipzig, endete eine erlebnisreiche Gruppenreise. Denn wegen Verspätung unseres Rückflugs fuhr der letzte Zug Richtung Heimat nur bis nach Leipzig. Von dort wurden wir freundlicherweise 2.00Uhr nachts von unseren Transferfahrern direkt bis an die Haustür gebracht.

           

Fazit: der Subkontinent Indien bietet eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten: Tempel, Architektur, landschaftlich reizvolle Gegenden und nicht zuletzt die vielen bunten Feste! Und der Oman..  überrascht mit seiner völligen Gegensätzlichkeit zu Indien.
 
     
TUI TRAVELStar
Reisebüro Moch GmbH
Hauptstraße 12/ Ecke Kirchstraße
01454 Radeberg

Wir beraten Sie gerne:
Tel. 03528 43680
Fax 03528 43684
Schreiben Sie uns eine E-Mail

Öffnungszeiten:
Mo - Fr: 09:30 - 13:00 Uhr
14:00 - 18:00 Uhr
Sa: 09:30 - 12:00 Uhr

Hochland Center Weißig

An der Prießnitzaue 1-3/am OBI
01328 Dresden

Wir beraten Sie gerne:
Tel. 0351 216900
Fax 0351 2169011
Schreiben Sie uns eine E-Mail

Öffnungszeiten:
Mo - Fr: 09:30 - 13:00 Uhr
14:00 - 19:00 Uhr
Sa: 09:30 - 13:00 Uhr

DB