Chile – Argentinien - Brasilien



Abenteuer pur: Naturwunder Südamerikas
28.10. bis 11.11.2011
 

Am 28.10. wurden wir um 12.40 Uhr durch Haustürtransfer abgeholt und dann per Bus nach Berlin-Tegel gefahren. Die Fahrtzeit verging, trotz einiger Staus, schnell und Thomas hatte wie immer ein paar kleine „Zeitvertreiber“ im Bus. So ganz pünktlich ging der Flug dann wie gewöhnlich auch nicht los, aber wir erreichten schließlich Madrid, das sich uns als ein einziges Lichtermeer offerierte. Das Umsteigen zu den Internationals verlief komplikationslos und wir konnten uns für den Heimflug schon einmal orientieren. Zu unserer Reisegruppe gesellten sich dann noch 5 Personen aus den alten Bundesländern, die die Reise mit Thomas und uns machen wollten.

Der Abflug (0.20 Uhr) nach Santiago verzögerte sich zwar, aber auf dieser langen Strecke wurde die Verspätung wieder eingeholt. Wir haben die Nacht schlafend verbracht, der Flug verlief ohne „schlechte Wegstrecken“. Am Morgen (8.50 Uhr Ortszeit mit 6 Std. Zeitverschiebung Winterzeit) begrüßte uns dann Santiago de Chile mit sommerlichen Temperaturen und einem jungen Guide namens Leonardo. Nach einer kleineren Rundfahrt erreichten wir unser erstes Hotel „Atton del Bosque“. Danach ging es auch schon auf Stadtrundfahrt, mit Zwischenstopps zum Laufen und Schauen. Zeit sollte auch sein für ein Getränk und einen kleinen Snack – aber wir mit unserer deutschen Hektik, hatten nicht mit dem geruhsamen Credo der Südländer gerechnet. Die Zeit reichte gerade für ein Getränk und dann musste der Bus noch wegen uns eine Runde fahren ehe wir unsere Rechnung bezahlt hatten. Aber wir haben schön in der Sonne gesessen und auch die ersten Gespräche mit unseren neuen Reisegenossen geführt.

 

Die Stadtbesichtigung war sehr interessant und auch informativ – wir haben nicht nur sehr viel über die kulturellen, sondern auch über die politischen Verhältnisse erfahren. Die Fahrt endete dann auf dem Hausberg der Santinos, Cerro San Christobal, mit Blick über Santiago de Chile.

Danach ging´s zurück ins Hotel.

Am Abend gingen wir gleich in ein Restaurant um die Ecke des Hotels und wurden sehr gut bewirtet. Das Nationalgetränk „Pisco Sour“ wurde probiert. 

 

 

Am nächsten Tag fuhren wir zu einem Weingut im Maipo-Tal, besichtigten Anbau, Fertigung und Lagerung und wurden mit zwei Kostproben nicht gerade verwöhnt. Aber, wir kennen ja Thomas! Hatte er doch mit Leonardo und dem Fahrer eine Überraschung in petto. Unterwegs in Richtung Anden-Berge wurde frisches Fladenbrot gekauft und dann am Flußufer die „wahre“ Weinverkostung durchgeführt. Mit lustigen Gesprächen – zum Kennenlernen in der Gruppe – und schönen Fotomotiven verging die Zeit. Die Rückfahrt erfolgte dann auf der anderen Flußseite, sodass wir schöne Eindrücke von der Umgebung Santiagos erhielten.
   

Bei der Stadtbesichtigung hatten wir ein Szeneviertel durchfahren - das wollten wir natürlich am Abend noch einmal genauer sehen, ausgerechnet war auch noch der Halloween-Vorabend. Also Taxi gechartert und los ging´s. Wir sind erst durch die Straßen gewandert, wo allerhand los war, danach ging es auf die Suche nach einem passenden Restaurant. Leider entsprach aber alles nicht so unseren Vorstellungen von einem südamerikanischen Abendbrotangebot. Also erst einmal einen Espresso und dann weiter durchs Viertel. Innerhalb des Areals „Bellavista“ – dieses war auch durch Sicherheitsleute bewacht – fanden wir dann ein Restaurant und ließen den Abend mit gutem Essen und Trinken ausklingen. Taxi zum Hotel – Santiago bei Nacht.

Am nächsten Tag (31. Oktober) zuerst Frühstück mit 2 Keksen und Kaffee oder Tee, danach um 7.50 Uhr Abflug nach Punta Arenas, in den Süden von Chile und eigentlich auch fast an das Ende von Südamerika, danach kommt nur noch Feuerland. In Punta Arenas – Anorak und festes Schuhwerk waren Pflicht – stiegen wir an der Küste aus und wurden fast weggefegt. Uns empfing ein steifer Wind beim ersten Stopp mit unserer Reiseführerin Bettina an der Magellan-Straße Blick Richtung Feuerland.
    
Weiterfahrt und dann zu Fuß über einen angelegten Weg zur Pinguin-Kolonie. Wir haben einmal vier und einmal zwei Pinguine gesehen, wahrscheinlich waren die anderen beim Brutgeschäft in ihren Höhlen. Von Bettina haben wir zudem viel über Patagonien erfahren. Sie erzählte (auch später immer wieder) herrlich über die Historie, Biologie und Geografie ihrer Heimat, eingekleidet in teilweise märchenhafte Geschichten, sowie Angaben zu spannenden Büchern. Später überraschte sie uns Halloween-Kostüm und spendierte Süßes.
Wir machten verspätete Mittagsrast im Kiosk: Gemüsesuppe mit viel Koriander, Sandwiches und natürlich gibt’s auch Bier. Nun waren wir satt und konnten gestärkt die Weiterfahrt antreten. Unsere Reise führte uns nach Puerto Natales. Zuerst einchecken im Hotel – wir hatten leider nur Zimmer mit „Mehrblick“. Egal, es war nur für die eine Nacht, und die Morgensonne konnten wir uns auch im Freien ansehen. Wir machten noch einen kurzen Abendbummel und gingen zum Abendessen ins Hotel zurück. Wir waren ganz überrascht, dass es hier so lange hell ist – aber es ist eben anderer Breitengrad.

Am nächsten Tag – 01.11. – ging die Fahrt weiter mit dem Ziel: Nationalpark „Torres del Paine“. Wir sahen – und machten natürlich auch Fotostopps – eine grandiose Landschaft, schneebedeckte Berge, Gletscherseen und immer wieder „Condores“ im Flug.

Wir machten Halt an einem Nationalpark und besuchten die Höhle des „Milodon“.

Bettina hatte uns vorher ausführlich über die Geschichte dieser Tiere (Saurier) erzählt. Unterwegs noch ein wenig Pflanzenkunde – u.a. calafate = Blaubeere. Wir werden auf der Speisekarte drauf stoßen z.B. als Eis.

 
 

Später passierten wir die Einfahrt zum Nationalpark „Torres del Paine“ und waren mittags an einem herrlichen Gletschersee - den Gletscher sah man in der Ferne und auf dem See schwimmen blaue Eisberge. Aus einem kurzen Mittagessen wurde leider nichts, da die Küche an Langsamkeit nicht zu überbieten war. Uns war es eigentlich nur schade um die schöne Zeit, man hätte lieber die schöne Gegend besuchen können. Später gingen wir durch einen dichten, dunklen Wald, überquerten eine Hängebrücke – ausgelegt für max. 6 Personen - und standen dann am See auf der Moräne und hatten einen herrlichen blauen Eisberg direkt vor uns. Der Ufersand war fein gemahlen und sah teilweise aus wie Mohnkörner. Natürlich gab’s dann erste Gruppenfotos.
   


Unsere Fahrt ging weiter mit immer neuen Aussichtspunkten – bis Thomas wieder einmal einen Überraschungstrunk bereit hielt – Pisco Sour – das neue Highlight. Diese kleine Pause tat gut und wir gingen erneut auf Entdeckungsfahrt und sahen unterwegs dann immer mal Guanako-Herden und weitere einheimische Tiere. Da  sich die Landschaft so manches Mal wiederholte – Patagonien eben - gedenken wir den Äußerungen unseres gemeinsamen Freundes Felix über die Eintönigkeit der Felder und Webervögelansammlungen in Namibia. Wir widmeten ihm ein freundliches Gedenken und auch mal einen Trinkspruch und halten somit die Erinnerung an den Verstorbenen wach.

  Beim nächsten Halt wanderten wir bergauf zum Wasserfall „Salto Grande“ – ein neuer grandioser Ausblick und schon Vorfreude auf weitere atemberaubende Aussichten unserer Reise, denn wir haben ja noch viel vor und freuten uns schon jetzt auf den Gletscher.

Einen Abstecher und einen Halt machte unser Bus dann an einem kleinen Hotel – zu erreichen über einen Steg. Dort wurden, für uns überraschender Weise, zwei Damen unserer Reisegruppe – Elisabeth und Ursula aus Heidelberg – ausgeladen. Für sie war leider kein Zimmer mehr in unserem Hotel frei. Mit ein paar Späßchen wurden die Damen verabschiedet. Für uns ging die Fahrt weiter, und wir sahen von weitem ein Brückchen, dass für unseren Bus zu klein war. Also hieß es für uns aussteigen, Gepäck umladen, dann über die Brücke zu Fuß, in den Transporter einsteigen und ca. 7 km bis zum Hotel fahren, welches sich  inmitten des Nationalparks „Torres del Paine“ befindet. Wir fuhren vorbei an tollen Felsformationen – ähnlich der Drei Zinnen in den Alpen. 
Am Abend hatten wir noch einen schönen Spaß, Essen gab´s in Büffet-Form und wir – das Sixpack – waren „Gäste“ von Studiosus USA. Somit gab es das Essen umsonst, die Getränke gingen aber auf unsere Rechnung! 
  
 

Am nächsten Tag – 02.11. – hatten wir schon so viel gesehen und waren doch erst fünf Tage unterwegs. Die ersten Kilometer wurden wir wieder mit Kleintransportern gefahren, Wechsel und Gepäckübergabe, dann wieder hinter die Brücke zum größeren Bus. Und siehe da, die beiden Heidelberger Damen sind auch schon “angeliefert“ worden und berichteten uns von ihrem Verwöhnprogramm im kleinen Hotel.

Gemeinsam fuhren wir dann weiter und dann hieß es: Grenzpapiere ausfüllen und Wartezeiten an der Grenze Chile – Argentinien. Auf der argentinischen Seite sollte uns ein neuer Bus mit einem neuem Guide in Empfang nehmen. Leider dauerte das ca. 2 Stunden, was auf ein Missverständnis der Agenturen zurückzuführen war. Wir haben uns die Zeit in der leicht unterkühlten Sonne auf einer Wiese in der Pampa vertrieben  - es gab noch Reste vom Pisco und ein bißchen Rotwein. Dann kam der Bus, das Gepäck wurde umgeladen und es folgte ein gefühlvoller Abschied von Bettina. Sie war ein Mensch, mit dem man sich auf Anhieb verstanden hatte. Alles Gute, Bettina!

Weiter ging es durch das argentinische Patagonien – leider sahen wir an der Straße immer öfter Guanakos, die im Drahtzaun neben der Straße hängen geblieben waren und sicherlich elendiglich verendet sind – aber immerhin dienten sie noch als Futter für die Kondore und Geier. Unser Busfahrer war sicherlich auch so ein „Guanako-Jäger“, er fuhr schnell an die Tiere an und hoffte, dass sie schon davonrennen werden.

 
 

 

Unseren ersten Aufenthalt hatten wir in einem kleinen Ort, noch in Grenznähe. Die Bistrobetreiber waren offensichtlich mit der gleichzeitigen Bedienung von 24 Personen stark überfordert. Aber nach gewisser Zeit hatten wir alle einen kleinen Snack und ein Getränk. Satt und zufrieden ließen wir die nächsten Aussichten auf uns wirken, vor Calafate ein Ausblick von über 900 m Höhe auf einen Gletschersee. Die kleinen weißen Segel auf dem See entpuppten sich als Eisberge, der Abfluß des Gletschers Perito Moreno. Die Fahrt bis zum Ort „El Calafate“ dauerte noch und unsere neue Reiseführerin Vanessa unterhielt uns mit der Historie der Mapuche-Indios.
Wir fuhren in  El Calafate ein, einer turbulenten Kleinstadt mit richtigem Touristenflair. Unser Hotel hieß „El Quijote“ und lag in einer Nebenstraße. Wir machten uns bei Sonnenschein zum Bummel und Geldtausch auf. Gerd erstand auch noch einen größeren Chip für seine Kamera, denn der alte war mit seinen 2 GB schnell voll. Nun konnte er mit 8 GB weiter fotografieren. Als die Sonne langsam verschwandt, wurde es kühl und wir machten uns auf die Suche nach einem landestypischen Restaurant, in dem es argentinisches Steak gibt. Leider gab´s das in der angesagtesten Kneipe nur auf Vorbestellung, also bestellten wir für den nächsten Abend und gingen in eine andere Gaststätte. Wahrscheinlich hatten wir dann aber die teuerste erwischt, daher tranken wir nur ein paar Bier zum Essen und gingen auf ein oder mehrere Absacker zurück ins Hotel.


 
Der nächste Tag – 3.11. – ein neuer Höhepunkt der Reise. Wir fuhren mit dem Bus entlang des „Lago Argentino“ und sahen immer wieder die Nationalblume Argentiniens - den Feuerbusch, einen rot blühenden Strauch.
In einer Kurve dann ein kurzer Halt und ein erster Blick auf den Gletscher „Perito Moreno“, der von weitem wie eine weißbläuliche gewaltige Masse aussah. Durch eine kurvenreiche Waldstrecke fuhren wir dann noch näher heran. Der Bus hielt und wir stiegen aus.
 
Wir gingen über gut angelegte Stege und Aussichtsplattformen in verschiedenen Höhen gegenüber dem Gletscher entlang. Immer wieder fielen mit Getöse kleine und große Eisblöcke ins Wasser. Man stand da, wartete und hielt den Fotoapparat bereit, aber nichts passierte. Dann drehte man sich um oder ging weiter und schon wieder landete ein Eisteil im Wasser. Die gewaltige Höhe von ca. 80 m und die Sicht auf die gesamte Eismasse war enorm. Aber es wurde noch besser: Nach einer kurzen Mittagsrast fuhr uns der Bus zur Schiffsanlegestelle und wir fuhren mit einem Katamaran zum Gletscher, natürlich blieb dieser in sicherem Abstand, aber für uns war das trotzdem ganz nah. Dies war einer der Reisehöhepunkte und wie könnte es anders sein: mit Gletschereis & Pisco. Die Stunde auf dem Schiff ging viel zu schnell vorbei – ein letzter ehrfürchtiger Blick auf die Eiswand, dann mussten wir zurück.

Der Gletscher „Perito Moreno“ – ein Erlebnis für´s Reisetagebuch!

Der Bus fuhr uns entlang des Gletschersees und Vanessa erzählte uns die Historie des Ortes EL Calafate – eine alte Indiofrau der Mapuche überlebte allein den strengen Winter und bewahrte einen Blaubeerstrauch für ihre Nachkommen auf. Das war nur die Kurzfassung, wir hörten die Legende ausführlich. Am Abend liefen wir zum Restaurant und genossen ausgiebig das argentinische „Fleischmahl“ inklusive diverser Würste.

Das war Patagonien und viel, viel Natur – 04.11., 11 Uhr Abflug von El Calafate mit LAN Argentina nach Buenos Aires – es empfing uns gleich mit Getöse eine Großstadt. 15.30 Uhr – leichter Regen und schwül warm. Am Flughafen erwartete uns Vera, unsere Guide für diese Tage bzw. dann auch für die Rückkehr aus Iguassu.

Auf dem Weg vom Flughafen zur Stadt sahen wir schon das erste Mal ein Township, gebaut aus allem Möglichen und wir erfuhren, dass das alles illegal ist und dass es hier Strom und Wasser einfach so und ohne Bezahlung gibt und der Staat kann nicht oder will nicht oder traut sich nicht etwas dagegen zu tun.
Wir wurden zum Hotel „Las Americas“ gefahren und quartierten uns erstmal ein.
Für 17 Uhr wurde ein Stadtrundgang verabredet. Aber es fing an zu regnen und der Regen wurde immer mehr. Wir brachen das Unternehmen ab und gingen abends nur zu einem gemeinsamen Essen in ein Original-Argentinisches-Grillrestaurant. Später gab’s noch einen Absacker im Hotel.

 

05.11. – es regnete nicht mehr und wir unternahmen mit Vera eine mehrstündige, sehr informative Stadtrundfahrt. Uns wurden verschiedene Stadtteile mit interessanten Bauten (Botschaftsvillen usw.) gezeigt, dann fuhren wir auf den Friedhof mit der Grabstätte von Eva Peron (Evita) und später in den Stadtteil „San Telmo“ und „La Boca“ – das Tango-Quartier und natürlich mit den bunten Häusern das Szene- und Künstlerviertel. Animation zum Tango an jeder Ecke, wunderhübsche Bilder und natürlich auch Kitsch in allen Farben. Aber dann der Hinweis: sobald es dunkel wird – bitte keine Alleingänge in dieses Viertel!!  
Wir gingen dann nach der Stadtrundfahrt auf eigene Faust Richtung Wasser – der Rio de la Plata hat ja um Buenos Aires ein gewaltiges Delta. Wir liefen an den Hafenbecken entlang, aßen beim Italiener und dann Eis bei Fredo und gingen durch die heiße Stadt zurück.

Abends Tangoshow im Stadtteil San Telmo – gemeinsames Essen und dann Tango. Die Tänze waren sehr schön und erotisch. Eine Indio-Band machte tolle Musik – Panflöte, Gitarre usw. Natürlich wurde auch „El Condor paso“ gespielt. Aber dann trat ein „Altstar“ auf. Für die Einheimischen sicherlich Erinnerung und Verehrung – für uns eigentlich etwas peinlich. Was soll`s – man hat`s gesehen. 

Am nächsten Tag– 6.11. – gebuchter Ausflug zu einer Estanzia – Auffrischung der Stadtrundfahrt und Ankunft in der Pampa. Vera hat uns typische argentinische Utensilien eines Gauchos, ein Mate-Tee-Gefäß uvm. zur Besichtigung im Bus durchgereicht. Da waren wir auf die Sitten und Gebräuche ein wenig vorbereitet. Am Ausstieg empfing uns schon ein stattlicher Gaucho mit Küßchen für die Damen. Dann wurden uns die Gebäude kurz gezeigt und die Aktivitäten vorgestellt. Man konnte reiten oder Kutsche fahren oder einfach nur „chillen“. Wir haben uns dann mit einem Becher Wein für „chillen“ entschieden und waren auch ganz froh darüber. Denn als wir die Sandfahnen der Reiter und Kutschen sahen, knirschte es schon vom Sehen zwischen den Zähnen. So eine gemütliche Runde hatte auch mal etwas für sich, die letzten Tage waren ja auch immer stressig schön, aber anstrengend. In der „Räucherhütte“ war reichlich Fleisch (Rind, Pute, Lamm) und Würste aufgereiht und es dauerte nicht lange, dann gab es Barbecue. Essen und trinken so viel man vertrug. Nach dem Dessert gab´s dann einheimische Musik, Gesang und eine Tangodarbietung. Später wurde dann noch eine Pferdevorführung gezeigt und ein paar Reiterspiele mit Pfandverteilungen für die Damen vorgeführt.

 


Der Bus brachte uns dann wieder zum Hotel, das Abendessen fiel aus, was aber nicht tragisch war, denn keiner hatte wirklich Appetit - höchstens noch auf etwas Flüssiges.

07.11. – Abschied von den Heimreisenden, diese haben noch einen Ausflug auf dem Rio del la Plata. Wir wurden zum nationalen Flughafen gebracht und flogen 10.20 Uhr nach Iguacu. Es gab im Flieger wieder, wie schon auf den anderen Inlandsflügen, ein „tolles Menü“ – für jeden eine Schachtel mit drei Keksen und ein Getränk. In Iguacu ganz schönes Durcheinander mit den Koffern, aber auf einmal waren dann alle da und unsere neue Guide – Jane – empfing uns mit deutsch-schlesischem Dialekt. Wir fuhren dann über die argentinische und brasilianische Grenze – viel Papier, viel Zeit. Unser Hotel war also auf der brasilianischen Seite gebucht. Wir hielten noch an einem Einkaufstempel, um Wasser und evtl. Kleinigkeiten kaufen zu können. Kaum im Hotel eingecheckt, ging es auch schon an und in den Pool – endlich kamen auch einmal unsere Badesachen zum Einsatz. Wir waren in den Tropen und sowohl Wärme als auch feuchte Luft machten uns doch ein wenig zu schaffen. Später Abendessen im Hotel – wir sechs sind die einzigen Gäste im Restaurant, die anderen gönnten sich nur einen Snack am Pool. Jane hatte uns schon im Bus auf das Programm für den nächsten Tag vorbereitet, es sollte alles wie am Schnürchen ablaufen, damit wir den Tag richtig nutzen und viel sehen konnten.
  08.11. – Wir fuhren laut Janes Plan zeitig los, Zeitverschiebung 1 Stunde zu Argentinien bringt Vorteil. An der Grenze hielt sich der Aufenthalt in „Grenzen“. Also sind wir rechtzeitig im Argentinischen Nationalpark angekommen und bei Öffnung konnten wir mit dem ersten Zug bis zur Endstation fahren. Dort begann der Weg zur Teufelsschlucht, unserem ersten Anlaufziel der Wasserfälle. Über gut angelegte und sehr sichere Stege ging der Weg immer wieder über Flüsse und endete schließlich an den „Wasserfällen“. 
Das Wasser kommt so friedlich an und fällt dann mit Getöse in die Schluchten. Wir beobachteten, dass viele Vögel (Wasser- oder Rußschwalben) immer wieder hinter die herabstürzende Gischt flogen, denn dort waren ihre Nester. In einem Fernsehfilm habe ich schon einmal diese Beobachtungen aus der Nähe gesehen: sie brüten dort und ziehen ihre Jungen auf. Diese müssen dann ihre ersten Flugversuche schon durch die Wassermassen machen. Nach ausgiebigem Fotografieren und dem „Aufnehmen mit den Augen und Abspeichern im Hirn“ gingen wir langsam den Steg-Weg zurück.
Wir fuhren eine Station mit dem Zug zurück und sahen noch einen Nasenbär an den Schienen. Dann gingen wir noch einen Weg zu weiteren Wasserfällen und es taten sich immer neue Sichten auf die Wassermassen auf. Dann verließen wir dann die argentinische Seite der Wasserfälle. Wir hielten noch einmal an dem Einkaufstempel, denn da gab es wunderschöne Schmucksteine und diverse Sachen (wie beispielsweise brasilianische Fußballtrikots) zu kaufen. Ein bißchen haben auch wir zugelangt.    
Dann sind wir zum Helikopter-Flugplatz gefahren und natürlich sind die meisten unserer Gruppe dann auch mit dem Heli über die Wasserfälle geflogen. Das war ein einmaliges Erlebnis, denn erst von oben sieht man das ganze Ausmaß dieser Wassermassen eingebettet in eine grüne Waldlandschaft.

Am Nachmittag – natürlich erst nach dem Grenzübertritt – haben wir dann die brasilianische Seite der Wasserfälle „erwandert“ – von hoch oben bis ganz nach unten und mitten durch die Gischt inklusive Regenbogen ging die „Wasserwanderung“. Wir waren natürlich auch entsprechend nass. Ein Aufzug brachte uns dann auf die obere Ebene, wo uns zum Glück unser Bus erwartete und nun ohne Grenze ins Hotel brachte. Da war erst mal duschen oder baden angesagt. Dann schon ein wenig Koffer packen, denn wir wollten am Abend noch mit Jane in eine Churasteria gehen und mal das brasilianische Barbecue probieren. Aber mehr wie essen kann man nicht, sodass wir dann auch gar nicht so spät, nach diesem anstrengenden Tag, ins Bett gingen. Vorher gab es in üblicher Manier aber noch einen Absacker!

09.11. – 9.00 Uhr ab Hotel – unruhiger Flug nach Buenos Aires. Bei Ankunft war Vera verwundert, dass wir überhaupt fliegen konnten. Tags zu vor gingen schwere Gewitter über Buenos Aires nieder. Der Bus brachte uns dann auch bald schon zum Internationalen Airport. Einchecken war noch nicht möglich – wir hatten also viel Zeit.
Ab 18 Uhr war Check-In – dann die Anfrage, ob wir nicht in Madrid eine spätere Maschine buchen wollten, die Umsteigezeit wäre zu gering und die Maschine nach Madrid hatte schon Verspätung. Viel Aufregung, weil nun schon einige unserer Gruppe umgebucht wurden. Was tun? Wir haben es erst mal so hingenommen und wollten die Umsteigezeit schnellstens nutzen. „Erst einmal den Flug nach Madrid hinter uns bringen“ hieß die Parole. Der Flug war sehr, sehr unruhig – ich war erstaunt, was so ein großer Flieger aushält. Aber irgendwann war das Gewackel vorbei und wir haben sogar etwas geschlafen. Nach dem Frühstück wurden die Gates für die Weiterflüge bekannt gegeben und wir sind nach dem Andocken so schnell wie möglich (mit Zug und Rolltreppe auf- und abwärts) zu unserem Gate gehetzt und siehe da: die Maschine war gerade hinaus gerollt.
Die beiden Heidelberger Damen hatten da mehr Glück, sie erreichten im letzten Moment noch ihren Flieger nach Frankfurt, allerdings ohne Koffer, die wurden nachgeliefert.

Also hieß es für uns: alles umbuchen – die nächste Maschine sollte 19.40 Uhr starten – kam aber erst 20.30 Uhr zum Abflug. Inzwischen waren wir als Gruppe auch wieder komplett, da die umgebuchten Gäste gleich auf diesen Flieger gebucht waren. Wir haben aber für die Unannehmlichkeiten ein komplettes Menü in einem spanischen Flughafenrestaurant einnehmen dürfen.

Kurz vor Mitternacht landeten wir dann in Berlin-Tegel, Koffer empfangen, schnell noch warme Sachen überziehen und dann in den wartenden Bus. Der Fahrer hatte freundlicherweise ein paar Würstchen warm gemacht und für jeden ein Bier o.ä. bereitgestellt. Dann ging die Fahrt nach Radeberg weiter. An der Aral-Tankstelle standen dann ein paar kleinere Fahrzeuge, die jeden bis nach Hause brachten.

Gegen 3.30 Uhr lagen auch wir dann im eigenen Bett – die Rückreise hatte inklusive Zeitverschiebung zwei volle Tage gedauert. Anstrengend aber schön! Jetzt müssen die ganzen Eindrücke erst mal verarbeitet werden.

 

Rena Erbes

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